SEMINARE

Poetisch denken

Philosophieren als Sorge um sich im Dienst der Sorge mit den und für die Anderen.

Grammatik ist Alltag in permanenter Verwendung. Dichterische Verwendungen von Sprache stellen eigen-artige Prüfungsangebote für und neue Formen der Gewissheit zur Verfügung. Poetisch denken ist nützlich, wenn wir allmählich anderes alltäglich werden lassen wollen.

Ludwig Wittgensteins Motto: "Was ist dein Ziel, in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen." gilt der Verwendung sprachlicher Formen, in denen wir uns einrichten und einengen – z.B. verdinglichende Redeweisen über Gefühle. Das bietet eine Spur, wie sich poetisches Denken für Beratung und (Selbst)supervision gut eignet.

Die Kunst poetischen Denkens besteht darin, Sprache in dichterischen Mustern zu nutzen, damit wir Umstände unseres Lebens neu befragen, neu ordnen können – und dann vielleicht Neues tun. Haiku, Aphorismus, Sonett, Schreiben und Denken in der 3. Person und „Weisheitsgeschichten“ lassen neu Notiz nehmen davon, was sich neu denken, sagen und schließlich tun ließe. Gute praktische Erfahrungen in Beratung und Coaching bestätigen die Leitidee: Strenge Form befördert Kreativität enorm.

Poetisches Denken, als systemische Methode betrachtet, bewegt sich im Medium Sprache und nutzt es systematisch neu. Konzept und Praxis poetischer Formen und poetischen Denkens werden vorgestellt und ausführlich in verschiedenen Formen ausprobiert.

Grammatik ist Alltag in permanenter Verwendung. Dichterische Verwendungen von Sprache stellen eigen-artige Formen der Gewissheit zur Verfügung. Poetisch denken ist nützlich, wenn wir allmählich anderes alltäglich werden lassen wollen.

Datum:

19.07. - 23.07.2027

Investition:

1.475 Euro

  • Matthias Ohler M.A., Heidelberg (D)

    Geschäftsführer, Berater und Coach. Studium der Philosophie, Linguistik, Literaturwissenschaft, Geschichte und Theologie. Ausbildung in systemischer Beratung und Therapie

    Detailprofil