SEMINARE
Grundkurs systemische Teamentwicklung
„Was, wenn sich mein Team gar nicht entwickeln will?“ und weitere Herausforderungen
In der Arbeit mit Teams sind herausfordernde Fragen unvermeidlich: Was, wenn sich ein Team nicht entwickeln will? Warum versanden Maßnahmen, die sich ein Team vornimmt, immer wieder? Wann sollten heikle Themen (Tabus) im Team bearbeitet werden – und wann eher nicht? Wie gelingt ein gutes Zusammenspiel aus hierarchischen Vorgaben und Teamautonomie?
Im Zentrum der ersten Tage steht die Frage, welchen Unterschied ein system(theoret)ischer Blick auf Teamentwicklung macht – und welche neuen Möglichkeiten im Umgang mit typischen Herausforderungen dadurch entstehen. Der Fokus liegt auf impliziten und expliziten Spielregeln der Zusammenarbeit, auf den Wirklichkeitskonstruktionen der Teammitglieder, auf organisationalen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Dynamik des Teams sowie auf den oft verdeckten Funktionen vermeintlich problematischer Muster. Darüber hinaus wird konkretes methodisches Handwerkszeug vermittelt – in Form von Kniffen und Fragetechniken, die sich direkt in die Arbeit mit Teams übertragen lassen.
Im weiteren Verlauf werden die gewonnenen Erkenntnisse entlang eines idealtypischen Ablaufs von Teamentwicklungsprozessen sortiert – von der Auftragsklärung über den Einstieg mit dem Team und die Bearbeitung zentraler Themen bis hin zur Verankerung von Veränderungen und der nachträglichen Einschätzung ihrer Wirksamkeit.
Abschließend wird ein strukturiertes Analyse-Vorgehen vermittelt, das die unterschiedlichen systemischen Perspektiven miteinander verknüpft und Schritt für Schritt durch die relevanten Fragestellungen führt – von der Beschreibung problematischer Muster über die Analyse von Spielregeln und organisationalen Rahmenbedingungen bis hin zu einer funktionalen Einordnung. Ziel ist es, Herausforderungen in Teams systemisch zu analysieren und daraus tragfähige Interventionsideen zu entwickeln. Dieses Vorgehen wird anhand realer Fälle aus der Praxis der Teilnehmenden erprobt.
Datum:
19.07. - 23.07.2027
Investition:
1.565 Euro
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Die Teilnehmenden:
entwickeln ein system(theoret)isches Verständnis von Teamentwicklung
gewinnen neue Perspektiven für den Umgang mit typischen Herausforderungen der Teamentwicklung
erhalten konkretes Handwerkszeug für die verschiedenen Phasen eines Teamentwicklungsprozesses
lernen ein strukturiertes Analyse-Vorgehen anzuwenden und daraus tragfähige Interventionen abzuleiten
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Begriffsklärung: Team und Teamentwicklung aus system(theoret)ischer Perspektive
Spielregeln in Teams
Arten von Spielregeln: implizit vs. explizit, Rollen vs. Normen, Gebote vs. Verbote
Entstehung und Stabilisierung von Spielregeln
Verankerung neuer und Veränderung bestehender Spielregeln im Team
Grenzen der Besprechbarkeit von Spielregeln in Teams (Umgang mit Tabus, Kommunikationsparadoxien…)
Der funktionale Blick auf Teams
Begriffsklärung: Funktion und funktionales Äquivalent
Bedeutung des funktionalen Blicks in der Teamentwicklung
Methodisches Vorgehen zur Identifikation von Funktionen und Dysfunktionen
Wirklichkeitskonstruktionen als Ausgangspunkt
Die Rolle bewusster und unbewusster Aufmerksamkeitsfokussierung
Wirklichkeitskonstruktionen verstehen und methodisch dekonstruieren
Gemeinsame Problemsichten (er-)finden
Zuschreibungsmanagement als Teamentwickler
Die Organisation als Umwelt des Teams
Autonomie bei gleichzeitiger Begrenzung
Passende Rahmen für Teams setzen
Auswirkungen von Rahmenbedingungen auf das Verhalten der Teammitglieder und die Teamleistung
Methodisches Vorgehen: Relevante Rahmenbedingungen erfragen
Ablauf eines idealtypischen Teamentwicklungsprozesses
Auftragsklärung für Teamentwicklung
Der Start mit dem Team: Ans Team anschließen und Weichen stellen
Wahl und Priorisierung der Teamentwicklungsthemen
Vertiefung der ausgewählten Teamentwicklungsthemen sowie Verankerung neuer Spielregeln
Abschluss und Rückschau
Exkurs: Was, wenn sich mein Team gar nicht entwickeln will?
Teamentwicklung unter Zwang
Umgang mit Widerständen
Umgang mit Befürchtungen gegenüber Teamentwicklung
Die Bedeutung organisationaler Rahmen für die Bereitschaft zur Teamentwicklung
Strukturiertes Analyse-Vorgehen
Verknüpfung der systemischen Perspektiven zu einem klaren Vorgehen
Von der Beschreibung problematischer Muster über die Analyse von Spielregeln und organisationalen Rahmenbedingungen bis hin zur funktionalen Einordnung
Ableitung tragfähiger Interventionsideen
Fallarbeit
Bearbeitung echter Fälle der Teilnehmer*innen
Anwendung der gelernten Konzepte und Methoden
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Theoretischer Input mit vielen Fallbeispielen aus der Praxis
Reflexion und Austausch in Kleingruppen und im Plenum
Erprobung konkreter Vorgehensweisen in geschützten Übungssettings (z. B. Analysegespräche)
Strukturierte Fallarbeit anhand realer Fälle der Teilnehmenden
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Das Seminar richtet sich an alle, die Verantwortung für die Entwicklung und Begleitung von Teams übernehmen: Coaches, Berater, agile sowie klassische Führungsrollen.
Wer bereits systemische / systemtheoretische Vorkenntnisse mitbringt, hat hier die Möglichkeit, diese mit einem spezifischen Anwendungsfokus auf Teams zu vertiefen. Herzlich eingeladen sind aber auch alle, die zum ersten Mal in die systemische Denkweise eintauchen möchten. -
Alle Teilnehmenden erhalten ein Metaforum Teilnahmezertifikat.
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Eggebrecht, Michel. Was, wenn sich mein Team gar nicht entwickeln will? Herausforderungen für Teamentwickler und Führungskräfte. Carl-Auer Verlag, 2024.
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Michel Eggbrecht
Teamentwickler, systemischer Organisationsberater, Mediator, Gruppendynamiker (DGGO) sowie Lehrtrainer bei Simon Weber Friends
